Haibike FLYON mit TQ-Motor: Das E-MTB neu definiert?

Das auf der Eurobike 2018 präsentierte Haibike FLYON ist das erste E-MTB des Schweinfurter Herstellers, das nicht von einem Bosch- oder Yamaha-Motor angetrieben wird. Haibike setzt beim Konzept für das neue E-Bike-Flaggschiff auf einen Motor der Motorenschmiede TQ Systems aus Seefeld zwischen Ammersee und Starnberger See.

Update 2.10.18: Haibike stellt seit heute das FLYON auf seiner Website auch offiziell vor. Neben dem Motor ist beim FLYON charakteristisch, dass alle Modelle mit einem “Haibike Carbon”-Rahmen kommen.

Update Sommer 2019: Fahrberichte und Erfahrungen – siehe unten.

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Der TQ E-Bike-Motor
Der TQ E-Bike-Motor mit charakteristischem Speichen-Design

Bild: Haibike

TQ bringt stärksten Mittelmotor

TQ Motoren waren bislang in der breiteren E-Bike-Szene noch wenig bekannt – eingesetzt werden sie etwa im Modell M1 Spitzing, einem High-End-Carbon-E-Bike der Firma M1 – Sporttechnik GmbH & Co. KG in Weyarn, Oberbayern. Andere Motoren, Steuerungen und Lösungen entwickelt TQ für Automobile, Flugzeuge, Medizintechnik und Roboter.

TQ schreibt auf seiner Website, “TQ bringt gleich durch vier Faktoren Schwung in den E-Bike-Antrieb: ein extrastarkes Getriebe, ein hohes Drehmoment, ultrakompaktes Design und maximale Effizienz“.

Haibike bringt nun diesen Motor – bzw. seine aktuelle Version HPR 120S – mit dem FLYON ab März 2019 auf den breiteren Pedelec-Markt. Aber macht ein Motor mit diesem Drehmoment an einem auf 25km/h begrenzten Elektro-Mountainbike überhaupt Sinn?

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E-Bike Haibike FLYON NDURO 10.0

Bild: Haibike

Das FLYON NDURO 10.0 mit TQ-Motor

Überflieger- und Trend-Motor oder nur teures Spielzeug?

Das auffällig hohe Drehmoment von 120 Nm, so Toni Rossberger, Motormitentwickler bei TQ Systems, sei noch gar nicht die Grenze des Machbaren im E-Bike-Antrieb, allerdings die “Grenze des momentan Nötigen”. Er könne dem Motor des Flyon noch mehr Power vermitteln, wenn er wolle, aber mehr sei aktuell “nicht nötig”.

In dem Artikel über das Drehmoment beim E-Bike-Motor zitierte ich die Tabellen von Dieter Drewanz, der die Drehmomente mit der Steigfähigkeit der E-Bikes zusammen brachte. Darin heißt es bzw. geht hervor:

  • “Bei 12% Steigung wäre das notwendige Drehmoment 40 Nm…”
  • “60 Nm ermöglichen bei einem Rad mit 26″-Felgen (Radius inkl. Reifen 32,5cm) eine Steigung von 23,3%”
  • “Ein Mittelmotor mit 83 Nm schafft steile Anstiege mit rund 25% Steigung”

Bislang waren 80 bis 90 Nm das Maß aller Dinge beim Pedelec- bzw. E-Bike-Mittelmotor. Bis 120 Nm hat Dieter Drewanz 2015 noch nicht gedacht. Welche Steigung wird nun mit Haibike-FLYON-E-MTBs mit dem 120 Nm-Motor möglich? Welche Tretunterstützung, welche Dauerleistung?

Und wofür sind 120 Nm eine aktuell sinnvolle Grenze?

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Haibike Flyon AllMtn 8.0
Haibike Flyon AllMtn 8.0

Bild: Haibike


Wesentliche Teile des Motors wurden bei TQ Systems von Toni Rossberger entwickelt. Selbst Motocross-Stuntman und im Motocross unterwegs seit seinem vierten Lebensjahr, sieht er in den E-Bikes “aktuell die spannendsten, leisesten und umweltschonendsten Fortbewegungsmittel “.

Erste Herausforderung: das Getriebe;
Mensch und Motorkraft zusammenbringen

Das allerwichtigste bei der Entwicklung des TQ HPR 120S sei das Getriebe zwischen dem Motor und den Pedalen gewesen, so Toni Rossberger im Video-Interview mit der englischen Website EMTB Forums aus Anlass der Vorstellung des Haibike FLYON auf der Eurobike 2018.

Da Elektromotor und Mensch sehr unterschiedliche Geschwindigkeiten liefern bzw. benötigen (Motordrehung, Kurbeldrehung), wird ein sehr breit abgestuftes Getriebe nötig. Toni Rossberger hat für den TQ-Motor das patentierte Pin Ring-Getriebe erfunden, bei dem ein Übersetzungsverhältnis von 1:37 in einem Schritt möglich wird. Dieses Getriebe, so Rossberger, war der erste Schritt, um das Ziel zu erreichen, den 120 NM-Motor im E-Bike einzusetzen zu können.

Die zweite Herausforderung: Die Steuerung
Die Kraft sicher auf die Straße bringen

Rossberger veranschaulicht das mit einem 500-PS-Sportwagen: Vor 30 Jahren habe man einen Rennfahrer gebraucht, um das Fahrzeug zu beherrschen, heute ist es dank Elektronik möglich, dass jeder ein solches Auto sicher bewegen kann.

Die Kombination aus der Drehmoment-Kraft, dem Getriebe und der Steuerung resultiert im Ergebnis in einer leichten Fahrbarkeit beim FLYON: Die Kraft steht zur Verfügung, und der Einsatz erfolgt intuitiv und fast natürlich. Selbst bei der maximalen Unterstützung – bei Fahrmodus 5 sind das 500% – gibt es keine Probleme mit der Beherrschbarkeit, etwa bei wenig Grip, losem Untergrund usw.

Es gibt in der Steuerung nicht nur Sensoren für die Geschwindigkeit, sondern auch getrennte Sensoren für das rechte und linke Bein, so Rossberger. Die Sensordaten werden von einem selbstentwickelten Algorithmus verarbeitet. Insgesamt mache der Antrieb das Fahren sowohl für Einsteiger wie auch für Sport-E-MTB-ler leicht beherrschbar und verschiebe die Grenzen für beide nach vorn.

Zur Sensortechnik beim FLYON ist zusätzlich in der Haibike-Pressemappe zu lesen:

Eine neu entwickelte Speed Sensor Disc schickt 18 Signale pro Radumdrehung an das System und misst 18-mal genauer als alle anderen Systeme am Markt die aktuelle Geschwindigkeit. Auf diese Weise kann das System deutlich schneller und dynamischer auf wechselnde Anforderungen reagieren und erkennt Beschleunigungen bereits bei geringsten Radbewegungen beispielsweise bei Anfahrten am Berg. Der Sensor selbst sitzt an geschützter Position und ausfallsicher integriert im linken Rahmen-Ausfallende.

120 Nm Dauerleistung im FLYON – Fact oder Marketing?

Ein wesentlicher Punkt auch die Effizienz der Motorleistung: Hohe Wärmeverluste werden durch Steuerung und Getriebe sowie durch die Motorbauweise vermieden. Auch deshalb, weil der Antrieb selbst in steilerem Gelände eine recht hohe Trittfrequenz ermöglicht, bei der die Motoren effizient arbeiten. Zwischen 50 U/min und 75 U/min liegen etwa 30% Unterschied in der Wirksamkeit – das hat ein Entwicklungsingenieur als Kommentar zur Facebook-Diskussion beigetragen, die sich auf den Artikel zum Drehmoment des E-Bike-Motors entwickelt hatte.

Somit bleibt es für mich glaubhaft und kein Marketing-Gag, dass die 120Nm Drehmoment bei der Haibike Flyon-Serie nicht nur als kurzzeitig erreichbarer Spitzenwert, sondern als Dauerleistung zur Verfügung stehen.

Am Beispiel eines FLYON mit Kinderanhänger im Schlepp demonstriert TQ den Nutzen des Motors auch im Alltag: 52kg Zuladung mehr kann mit dem TQ-Motor gezogen werden – soweit verstehe ich die Aussage (im weiter unten eingebetteten Video von TQ).

Ein weiteres wichtiges Feature: Beim Entkoppeln über 25km/h wird kein Widerstand von Motor und Getriebe spürbar.

Skybeamer: Fernlicht auf dem Trail

Skybeamer heißt die von den Münsteraner Fahrradlicht-Experten bei Trelock für Haibike entwickelte integrierte Frontbeleuchtung. Es gibt sie in drei Varianten: mit 150, 300 oder satten 5000 Lumen Leistung (Wie Lux- und Lumen-Werte einzuschätzen sind, dazu mehr in unserem Artikel “LED-Fahrradbeleuchtung” oder im Testbericht zur IXON SPACE).

Mit dem Skybeamer 5000 wurde ein eigenständiges System mit Tagfahrlicht entwickelt, das neben dem klassischen Abblendlicht auch noch über ein 5000 Lumen starkes Fernlicht verfügt. Bedient werden kann das Licht manuell über die Remote oder vollautomatisch über einen Helligkeitssensor im Display. Alle Varianten sind STVZO konform entwickelt worden. Die dazu passende neu entstandene Rücklichtbeleuchtung ist in die Ausfallenden der Hinterradschwinge integriert.

Drei Videos zum Haibike FLYON

Das hier eingebettete englische Interview von EMTB Forums mit Toni Rossberger (ab 4:50) bietet auch einen kurzen Fahrtest des Haibike FLYON auf der Eurobike-2018-Teststrecke (ab 10:45):

FLYON Vorstellung auf der Eurobike 2018, Interview mit Toni Rossberger und Fahrtest
Video-Interview mit Toni Rossberger und Fahrtest des Haibike Flyon

Die Kerneigenschaften des TQ-Antriebs inklusive der extremen Kletterfähigkeit stellt das knappe Werbe-Video von TQ vor:
(Achtung: Schwindelfreiheit gegen Ende erforderlich!):

TQ Motor Kurzportrait - Video von TQ-Systems
TQ Kurzportrait - Video von TQ-Systems

Und hier der TQ-Motor im Detail , als 3D-Animation  und Explosionszeichnung / -animation stellt den Motor im Detail dar, inklusive des patentierten Pin-Rig-Getriebes:

Quelle: TQ Systems
Video: TQ-Drives: HPR120S - Fly Uphill!

Die Haibike FLYON-Modellpalette 2019

Die Haibike FLYON-Modelle kommen im Frühjahr 2019 auf den Markt. Es wird die Reihen NDURO, ALLMTN (jeweils Modelle 5.0, 8.0 und 10.0) geben, ALLTRAIL– und ADVENTR (Trekking-Variante) jeweils als 5.0 und 6.0 Modelle. Alle haben ein besonders lichtstarkes Vorderlicht, den “Skybeamer 5000” mit 5000 Lumen, und integrierte Rückleuchten.

Update 2.10.18: Die FLYON-Modelle werden ab jetzt auf der Haibike-Modellseite vorgestellt.

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FLYON Modelle

Bild: Haibike

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FLYON Modelle

Bild: Haibike

Wofür sind die 120 Nm am E-Bike eine Grenze?

In dem im obigen Artikel auszugsweise wiedergegeben Interview sagt Toni Rossberger, mehr als 120 Nm seien aktuell nicht nötig. Vielleicht kann man das so verstehen:

  • bei der Steigfähigkeit ist eine Grenze erreicht, die mit aktuellen Rahmenkonzepten schon physikalisch nicht zu überwinden ist (ein E-Bike samt Fahrer kann auch mal nach hinten kippen…)
  • bei der 25 km/h-Begrenzung stellt der Antrieb auch bei den längsten in der E-MTB-Welt fahrbaren Steigungen ausreichend Dauerleistung zur Verfügung

oder auch:

Bis die Konkurrenz nachzieht, dann sehen wir weiter … Werden die 120 Nm-Motoren in naher Zukunft in Wettbewerbsanpassung an die Haibike-FLYON-Reihe in den E-MTB-Mainstream Ausstattungen verbaut, dann muss der Radius des per E-Bike Erfahrbaren von Pionieren wie heute TQ Systems und Haibike wieder um ein Stück erweitert werden.

Ob die 120 Nm-Klasse in den Bergen ihr Revier finden wird, im Alltag bei Lasten- und Familienbikes, oder doch mehr auf ausgewiesenen Trails, Events und im Extrembereich?

Ich denke, die geniale Steuerung des TQ-Motors HPR 120S und die breite Einsatzfähigkeit lassen einen Markt erwarten, der wesentlich breiter und größer sein wird als der von 500-PS-Boliden.

Update: Sind die FLYON-E-Bikes zu schwer? YouTube-Fahrberichte

Das FLYON scheint aktuell – Sommer 2019 – Lieferprobleme zu haben. Fahrberichte und Vergleiche sind trotzdem ein paar online zu finden. Ein besonderes Thema ist das Gewicht von über 27 kg:

  • Wie schlägt sich ein Haibike FLYON gegen den aktuellen PW-X-Motor von Yamaha, getestet an einer sehr starken Steigung? Diesen Vergleich (hier das Video) hat der TQ-Motor des FLYON kürzlich klar gewonnen. Das Gewicht des FLYON führt zu satter “Straßenlage” im Bikepark.
  • Markus Unger von vit:bikes mit Interview zum FLYON und kurzem Fahrtest, bei den E-Bike Days München. Kritikpunkt: Gewicht des FLYON.
  • Im Vergleich mit dem zweitstärksten Motor nach dem TQ-Motors des Flyon, nämlich dem BROSE DRIVE S MAG, spielt der TQ-Motor in steilem Gelände in einer anderen Liga, findet Rob von Rob Rides EMTB in seinem englischen Video.
  • MTB-Downhill-Profi Sam Pilgrim fährt eine Woche das FLYON AllTrail 5.0 HardTail auf Mallorca

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Author: ebikespass

E-Bikes verbinden für mich ideal Frischluft, Fitness und eine ordentliche Entdeckungsreichweite ... Ich habe früher Motorradfahren genossen - Pedelecs machen mir heute mindestens genau soviel Spass - und sind dabei gut für die Umwelt, den Körper und die Seele! Ein persönliches Dankeschön an alle, die mit ihren Kommentaren, eigenen Erfahrungen und Fragen diesen E-Bike-Blog weiter aufwerten! Was brachte Euch zum E-Biken? Was macht am meisten Spass, was ärgert Euch? Stellt Ihr Euch noch Fragen vor dem Kauf? Gerne in den Kommentaren Fragen stellen oder Eure Anregungen und Kritik - wir antworten!

7 Kommentare

  1. HAIBIKE hat mit seinem innovativ denkenden Entwicklerteam 2011/12 den ersten zur Verfügung stehenden Boschmotor ( aus dem Autobereich ) nicht unter den Rahmen geflanscht, damit es aussieht wie ein “REHA -Fahrrad”, sondern den vorhandenen Bosch – Baukastenmotor in den unteren Rahmenbereich beim Fox-Dämpfer elegant positioniert ( gedreht eingebaut ; nicht idiotisch untergehängt ) !

    Und – nach gut sieben Jahren 50 Nm Singltrail-Erlebnis mit zwei 400Wh -Akkus am Rahmen , brauche ich jetzt mit 72 Jahren ein HAIBIKE Fully mit TQ-Motor und min. 1000 Wh unter dem Sattel , damit ich gemütlich mit einer halben Flasche Rotwein zum Sonnenuntergang hochfahren kann . LG

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  2. Ich habe mir 2013 auf Telefon – Empfehlung von HAIBIKE ein XDURO RX( Fully) mit gedrehtem 50Nm Motor und 400Wh Akku unbesehen in Volkach gekauft , weil es in Berlin keine HAIBIKE zu kaufen gab !
    Da ich seit 1986 abseits von befestigten Straßen in der Natur mit analogen Mountainbikes unterwegs bin , musste 2013 zu dem XDURO gleich ein zweiter Akku auf einen Thule Gepäckträger her ! Ungefederte Masse hin , ungefederte Masse her , der Fox Dämpfer kommt damit klar !
    Das Bike wiegt mit dem Zweitakku , Schloss und Lupine 29 Kg und hat all die Jahre sehr viel Spaß gemacht , weil sehr viele , bezaubernde Lokationen mit 800Wh in Erlebnisreichweite auftauchten !
    2020 ist ein Fully mir TQ – Motor und integrierter Beleuchtung angesagt ! Auf die Motorentwickler kann man stolz sein !
    Was jetzt logischerweise fehlt , ist ein schick designter Rahmen , der sich wahlweise für die Feierabendrunde mit 600 Wh oder für die Bergtour mit 1200 Wh bestücken lässt ! Wenn das Unterrohr wie ein T-Träger konstruiert ist , lassen sich alle auftretenden Kräfte ableiten und eine intelligente Schiebehilfe erwarte ich 2020 neben einem 48 Volt System sowieso !
    Das TQ – System ist die Erlebnisreichweitenzukunft , wenn 1000/1200 Wh variabel in einen schicken Rahmen für unser lautloses Naturerlebnis bereit stehen . LG

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    • Hallo Ernst, vielen Dank für Deinen Input hier. Aber was ist ein “gedrehter” Motor? Bosch, Yamaha, getunt? Vielleicht kannst Du uns noch aufklären dazu, danke.

  3. Ich fahre seit Oktober 2019 das xduro adventr 6.0.
    Ich bin ca. 900km damit gefahren.
    Zu meiner Person:
    Ich fahre seit 35 Jahren Rad ohne E-Antrieb.
    Als ich das mit der neuen Flyon Serie mitbekomme hatte, habe ein Rad gekauft.
    Als Überbrückung konnte ich ca. 6 Wochen das SDURO TREKKING 9.0 ca. 1200 km fahren und Erfahrungen sammeln.
    Ich muss sagen das war wirklich klasse!
    Dann habe ich das Flyon bekommen!
    Zusammengefasst muss ich gestehen das ich bei weitem nicht so happy bin wie mit dem 9.0!
    Stand: ca. 900km
    Haibike XDURO Adventr 6.0
    Fakt:
    Die Akkukapazität ist zu gering!
    Bereits nach kurzer Zeit, in den ersten beiden Stufen geht die Ladung sehr schnell zurück.
    Bei ca. 10 km ca. 1/3 Entladung des Akku´s! Weite Touren (im Vergleich zu dem 9.0) sind nicht möglich!
    Der Motor ist im ECO Betrieb sehr laut.
    Im Vergleich dazu ist der Boschmotor am 9.0 leiser und die Reichweite ist extrem größer!
    Auf Schotter oder schlechten Straßen sind die Geräusche im Bereich des Lenkers (klappern) störend. Ursache: unklar!
    Softwareabstürzte (kamen öfter vor) lassen sich nicht von der Tastatur aus resetten! Da hilft nur die Akku Entnahme (Spannungsunterbrechung)

    Reifen: Super!
    Bremsen: Super!
    Schaltung: Super!
    Leistung Motor:Super!
    Übersetzung: Ist ok! Wäre schön, wenn vorne noch ein zweites größeres Ritzel vorhanden wäre!
    Handhabung: Läuft sehr stabil und ist wendig!
    Die Entnahme des Akku´s ist relativ schwierig!
    Preis.- Leistung:
    Das Verhältnis vom Preis zur Leistung ist nicht gut!
    Das so ein relativ teures Produkt mit einem extrem unterdimensionierten Akku vertrieben wird ist bitter!
    Der Mitbewerber bietet für diesen TQ Motor standartmäßig einen Akku mit 800Wh an, oder optional mit 1050Wh. Würde die Möglichkeit bestehen den Akku gegen eine 1kWh auszutauschen, würde ich das sofort machen!
    Die lauten Motorgeräusche und das Klappern der Einrichtungen am Lenkerbereich sind in dieser Preisklasse unverzeihlich und nervt!
    Fazit: Ich bin sehr darüber Enttäuscht, dass ein hochpreisiges „deutsches“ Produkt so „unreif“ vertrieben wird!
    Was mich besonders ärgert ist die mangelnde Abstimmung vom Motor und die „kleine“ Kapazität des Akkumulators!
    Alles andere ist ärgerlich, kann aber damit leben.
    Da mein Bike schon zweimal wegen Mängel zu Haibike zurück ging, bekomme ich ein neues!

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    • Danke für Deinen wertvollen Erfahrungsbericht zum Flyon XDURO Adventr 6.0. Sieht so aus, als sei das Flyon eher als Spezialist für steile, aber kürzere Trails gedacht, zumindest mit dem 500 Wh Akku. Und gut nachvollziehen kann ich die Begeisterung für das SDURO TREKKING 9.0. Hattest Du das Flyon XDURO Adventr 6.0 probefahren können?

  4. Eigentlich sollte die Flyon im Feb/März verfügbar sein, ich habe meine Anzahlung seit Mai wieder. Für mich schon Betrug war, einProdukt vorstellen, aws für 2020 Sasian heraus kommt, aber so tun das für 2019 ist. Das ist EINE!

    Nach ersten Touren steht doch fest!
    Das Flyon ist unreifes Produkt, ein schlechter Witz, mir kommt es sogar vor das der neue Bosch Antrieb stärker ist. Das neue Rotwild lässt das neue Haibike Flyon wie alt aussehen. Das sind Welten die anderen Hersteller vorne sind.

    Haibike hat was versprochen, nicht gehalten und dem gesammte Markt verschlafen. Stellt sich die Frage wie viel habt ihr von Haibike bekommen und so ein Kernschrott schön zu reden!? Seit ihr überhaupt schon die Flynon gefahren. Auf allen Messen gab immer Probleme, Testfahrten kurzfristig abgesagt oder mehrfach unterbrochen, weil Motor ausfiel.

    Jetzt auch bei Händler nur Kritik, deswegen vermisse die Kritik in Artikeln der angeblichen Ebike Testern.

    LG

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    • Die von Dir geschilderten Verzögerungen und Unausgereiftheiten sind natürlich sehr ärgerlich. Unser Artikel zum FLYON stammt allerdings vom August 2018, wie Du ja unschwer sehen kannst. Da kann es noch keine Probefahrten gegeben haben. Von uns wurde auch danach weder ein “Test” noch ein “Fahrbericht” zum FLYON veröffentlicht, einfach weil wir keines zum Testen hatten und das FLYON bei mir auch keine Prio 1 hatte. Siehe auch die weiterführenden Links am Ende unseres Artikels zu tatsächlichen Fahrberichten und ersten Praxisbewertungen zum Haibke FLYON.

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